Im Nordwesten gehen bizarre Schluchten, Salzwüsten und schneebedeckte Andengipfel abrupt in subtropische Nebelwälder und fruchtbare Täler über. Pittoreske indigene Dörfer stehen neben kolonialen Städten.
Im Nordosten sind die Wasserfälle von Iguazú ein einmaliges Naturerlebnis. Weiter südlich befinden sich Relikte aus der Jesuitenzeit und unberührter Regenwald.
Nordwesten - Schluchten, Kolonialstädte und Kultur
Salta ist der Ausgangsort in den Nordwesten. La Linda, die Hübsche, trägt die Kolonialstadt zu recht als Beinamen. Es wird grossen Wert auf Traditionen gelegt, was sich in der heutigen Küche, den Tänzen und im kolonialen Baustil widerspiegelt. Der Mittelpunkt der Stadt bildet die Plaza 9 de Julio mit ihren hohen Palmen und der malerischen Kathedrale.
Humahuaca-Canyon und Purmamarca
Das malerische Dorf Purmamarca liegt am «Cerro de los Siete Colores». Auf dem aus Lehmziegeln erbauten Hauptplatz geht es kunterbunt zu und her, denn hier ist täglich ein reger Marktbetrieb. Im Humahuaca-Canyon sind die Kalksteine, vom Regen ausgewaschen, zu bizarren Formen umgebildet worden und schimmern in blauen, roten, ockergelben und grünen Tönen.
Cafayate - Tafí del Valle
Cafayate liegt auf 1683 m ü.M. und ist Hauptwein-
anbaugebiet des Nordens, bekannt für den Torrontés Weisswein. Das kleine Städtchen (ca. 12 000 Einwohner) mit der hübschen Plaza ist ein wirkliches Bijou und lädt zum Verweilen ein. Tafí del Valle ist der Mittelpunkt eines prächtigen, grünen Tals. Eine Bergstrasse führt an vielen malerischen Ortschaften vorbei, welche übersät sind mit Behausungen der indigenen Bevölkerung, der Quilmes.
Nordosten - Wunder des Wassers
Iguazú
Die Iguazú-Wasserfälle, «grosse Gewässer» in der Sprache der Guaraní, gehören zu den beeindruckendsten Naturschauspielen Südamerikas. Der Rio Iguazú stürzt sich in einem Halbkreis von 2700 Metern Länge in über 270 Wasserfällen ca. 72 Meter senkrecht in eine tiefe Schlucht. Die Natur birgt hier eine grosse Anzahl an Orchideen, Farnen und eine artenreiche Vogelwelt sowie Riesenschmetterlinge in den leuchtendsten Farben.
Zentrum - Wein und Jesuiten
Mendoza - die Stadt des Weins - wird wunderschön von schneebedeckten Vulkanen umrandet. Weinreben, so weit das Auge reicht, prägen das Landschaftsbild. Besucher können sich zwischen Weinstöcken und Weingütern, den Bodegas, von der Qualität des argentinischen Weins überzeugen. Mendoza birgt Angebote für Ruhesuchende wie auch für aktive Leute mit einer grossen Auswahl an Outdoor-Aktivitäten und ist bester Ausgangspunkt für die Besteigung des höchsten Berges Südamerikas, des Aconcagua mit 6962 m ü. M.
Córdoba ist eine interessante Kolonialstadt, in der einige Baudenkmäler der Jesuiten von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurden. Viele von ihnen wurden im 17. und 18. Jahrhundert erbaut. Heute ist Córdoba eine angesehene Universitätsstadt.
