Der Norden Brasiliens entspricht der Hälfte des gesamten nationalen Territoriums und davon ist der grösste Teil vom Amazonasregenwald bedeckt.
Unter anderem ist Amazonien das grösste Sauerstoffreservoir der Welt und ein Fünftel von allem Süsswasser unseres Planeten kommt von dort. Die Region bietet aber auch schöne Städte wie zum Beispiel Belém.
Highlights im Norden und im Amazonasgebiet Brasiliens
Amazonas
Tausende grössere und kleinere Flüsse durchqueren eine riesige Fläche, die unzählige Tier- und Pflanzenarten beheimatet. Noch heute sind weite Teile des Amazonasgebietes, das sich über Brasilien, Venezuela, Kolumbien, Ecuador, Peru, Bolivien und Guyana erstreckt, unerforscht. Obwohl es im Amazonas so viele Tierarten gibt, ist es Glücksache, ob man welche zu Gesicht bekommt. Die Tiere leben versteckt im Dschungel und es bedarf eines guten Feldstechers sowie eines geübten Auges, um sie zu entdecken. Ausgangsorte, um die Region zu erkunden, sind vorwiegend Manaus und Belém.
Manaus
Manaus liegt am Rio Negro, ungefähr elf Kilometer von dessen Mündung in den Amazonas entfernt. Die Hauptstadt des Bundesstaates Amazonas war während des Kautschukbooms (18901920) der wichtigste Weltproduzent des Kautschuks. Aus dieser Zeit der Blüte und des Reichtums stammt die Ende des letzten Jahrhunderts gebaute weltberühmte Oper, welche unbedingt einen Besuch wert ist. Zudem gibt es ein paar interessante Museen und Gebäude zu besichtigen. Von Manaus aus starten die meisten Kreuzfahrten ins Amazonasgebiet. In der näheren und weiteren Umgebung liegen zudem zahlreiche Lodges, von denen aus die Natur erkundet werden kann.
Belém
Neben Manaus ist Belém die wichtigste Stadt im Amazonasgebiet. Ihren Beinamen «cidade das mangueiras» (Stadt der Mangobäume) verdankt Belém den von Mangobäumen gesäumten Strassen in der Innenstadt. In der schönen, fast 400-jährigen Stadt gibt es prächtige Kirchen, einen bekannten Zoo, einen botanischen Garten, den sehr interessanten Ver-O-Peso-Markt, eine beeindruckende Basilika sowie viele schöne Parkanlagen. Das berühmte Goeldi-Museum mit der weltgrössten Sammlung von exotischen Pflanzen ist ebenfalls in Belém zu finden. Die Stadt ist zudem auch ein wichtiger Handelsplatz für Güter aller Art, die mit Schiffen in viele internationale Häfen in Nordamerika, Afrika oder Europa transportiert werden.
Ilha de Marajó
Die Marajó-Insel liegt in der Amazonasmündung und ist mit 41 000 km2 etwa gleich gross wie die Schweiz. Rundherum gibt es noch zahlreiche weitere Inseln, die meist nur durch Flussläufe von der Insel Marajó getrennt sind. Zusammen bilden sie das Marajó-Archipel, welches fast 50 000 km2 misst. Auf Marajó werden Büffel und Rinder in grossen Herden gezüchtet, die man auf den Ausflügen zu sehen bekommt. Savannen bis zum Horizont, Fazendas, Urwald und Schwemmgebiete prägen das Bild. Auf der Insel leben zudem unzählige Vogelarten.
