Der hohe Norden, der sich über mehr als 1000 Kilometer erstreckt, ist eine der eindrucksvollsten Landschaften Chiles.
Mit seinen extremen Wüsten, farbenfrohen Lagunen und andinen Hochtälern übt er einen besonderen Reiz aus. Kleine indigene Bergdörfer liegen im Kontrast zu den Städten am Pazifik.
Impressionen Nordchile
Highlights in Nordchile
Atacama-Wüste
San Pedro de Atacama hat eine grosse Vergangenheit. Das Gebiet war das Zentrum einiger Siedlungen der Atacama Bevölkerung, bevor es um 1450 von den Inkas eingenommen wurde. Auch die spanischen Eroberer machten die Stadt zum Stützpunkt auf ihrem Eroberungs-
zug. Heute ist das kleine Oasen-Städtchen mitten in der Wüste Ausgangspunkt zu unzähligen Sehenswürdig-
keiten. Nur 3 km entfernt befinden sich die Ruinen der im 12. Jh. erbauten Festung Quitor. Weiter südlich erstreckt sich eine Landschaft mit ockerfarbenen Bergen und biz-
arren Felsformationen: die trockenste Wüste der Welt, die Atacama-Wüste. Das Mondtal verzaubert bei Sonnenunter-
gang mit seinen skurrilen Formen und satten Farben. Bei Sonnenaufgang lockt das Spektakel der Geysire El Tatio. In Weiss, Türkis oder Meeresblau schimmernde Salzseen und Lagunen unterbrechen die karge Landschaft.
La Serena und Elqui-Tal
Die Kolonialstadt La Serena liegt etwa 150 km nördlich von Santiago de Chile und ist Ausgangspunkt für Ausflüge zu den Seelöwen und Pinguinen der Damas-Inseln und ins Elqui-Tal. Aus den Muskatellertrauben, die hier gedeihen, wird auch das chilenische Nationalgetränk, der Pisco, gemacht. Die Region lockt ausserdem Astronomen aus aller Welt: Der Himmel über La Serena gilt als der klarste Amerikas.
Der hohe Norden
Die schneebedeckten, bis 6000 m hohen Vulkane wirken wie ein Bilderrahmen um die endlosen Weiten des Altiplano. Seen, Lagunen, Salzseen und Nationalparks bilden die Sehenswürdigkeiten des hohen Nordens. Der 21 km2 grosse Chungarásee ist mit seinen 4570 m ü. M. einer der höchstgelegenen der Welt. Er ist ein Paradies für Wasservögel und liegt im Nationalpark Lauca, der von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt wurde. Hier fühlen sich u.a. Guanakos, Kondore und Pumas heimisch. Weiter südlich liegt inmitten einer beeindruckenden Landschaft der weissblaue Salzsee Surire mit seinen Thermalquellen. Hier kann man Flamingos, Vikunjas und Lamas beobachten.
Arica und Iquique
An der Küste im Azapatal, umgeben von Wüstensand und Meer, liegt Arica, die nördlichste Stadt Chiles. In der lebendigen Innenstadt mit ihrem basarhaften Ambiente wird mit allem gehandelt, was im Dreiländereck zwischen Chile, Peru und Bolivien Abnehmer findet. Im Azapatal sind präkolumbische Scharrbilder zu bewundern. Von Iquique aus lohnt sich ein Abstecher zu den Salpeterstädten Humberstone und Santa Laura.
