Am Südzipfel des Kontinents erstreckt sich beiderseits der Anden das sagenumwobene und wilde Patagonien.
Vom Wind gezeichnete Steppen gehen über in Granitberge, welche wie Zahnstocher in den Himmel ragen. Dazwischen liegen eisig-blaue Seen und mächtige Gletscher. Patagonien ist für jeden Naturliebhaber ein Muss.
Impressionen Patagonien
Highlights von Patagonien
Punta Arenas, Puerto Natales
Punta Arenas liegt auf den Hügeln über der Steppe der Magellanstrasse, im äussersten Süden Chiles gegenüber Feuerland. Punta Arenas stellt eine bunte Mischung ver-
schiedener Kulturen und Menschen dar und ist ein beliebt-
er Ausgangspunkt für Exkursionen und Kreuzfahrten. Zwi-
schen Punta Arenas und Puerto Natales liegt die Pinguin- Kolonie Otway, wo sich zu Spitzenzeiten mehrere 10 000 Magellanpinguine aufhalten. Puerto Natales ist ein ver-
schlafenes Dorf am Ufer des «Fjord der letzten Hoffnung» und dient als Ausgangspunkt in den Nationalpark und zu den Gletschern. Zwischen Puerto Natales und dem Torres del Paine befindet sich eine Höhle, in der das Milodón, ein in Eis konserviertes Riesen-Faultier der Vorzeit, gefunden wurde.
Gletscher
Von Puerto Natales aus gelangt man auf Bootstouren zu den Gletschern Balmaceda und Serrano. Die letzten Meter geht man zu Fuss. Auf einem Spaziergang entlang des Gletschersees gelangt man zum Gletscher Serrano. Die Eisblöcke glitzern in stechendem Weiss bis kühlem Blau, bei Sonnenschein ergibt sich ein wunderschönes Licht-
spiel. Vom See hat man bei klarem Wetter einen wunder-
vollen Blick auf die Granittürme des Nationalparks Torres del Paine.
Torres-del-Paine-Nationalpark
Der meistbesuchte Nationalpark des Landes, Torres del Paine, lockt Trekker und Bergsteiger aus aller Welt an. Dieses unwirkliche Gebiet liegt zwischen der patagonischen Steppe und dem Campo de Hielo Sur, der grössten zusammenhängenden Eisregion ausserhalb der Pole. Der Nationalpark wurde im Jahre 1959 gegründet. 1978 wurde er zum Biosphärenreservat der UNESCO erklärt. Die Landschaft ist sehr vielfältig. Es gibt faszinierende Gletscher, imposante Berge, türkisblaue Seen, karge Tundra und grosse Wälder aus Zypressen und Lärchen. Die «Torres» sind das Wahrzeichen des Nationalparks. Dabei handelt es sich um drei riesige, nadelartige Granitberge, die zwischen 2600 und 2850 m hoch sind. Der höchste Berg im Nationalpark ist der Paine Grande mit 3050 m und der bekannteste Gletscher ist der Grey-Gletscher. Die Tierwelt im Park ist äusserst vielfältig. Auffällig sind besonders die Guanakos, Darwin-Nandus, Kondore und viele kleinere Vogelarten.
