Costa Rica ist ein einziger Abenteuerpark! Adrenalinjunkies hangeln sich zwischen Baumkronen durch die Lüfte, paddeln beim Riverraften durch enge Schluchten oder erklimmen auf dem Pferderücken den aktiven Vulkan Rincón de la Vieja.
Auch Tauchen und Surfen sind nicht weniger Nerven schonend, denn die Topspots sind berühmt für ihre Haipopulationen und halsbrecherischen Wellen. Ein wenig gemütlicher geht es beim Wandern, Biken und Schnorcheln zu und her. So oder so: Costa Rica bietet Freizeitmöglichkeiten der Superlative.
Reiseinformationen Costa Rica
Geografie
Im Norden grenzt Costa Rica an Nicaragua, im Süden an Panama, im Osten an das Karibische Meer und im Westen und Südwesten an den Pazifischen Ozean. Mit 51'100 km² Fläche ist Costa Rica nur wenig grösser als die Schweiz und bietet auf dieser kleinen Fläche eine unglaubliche Vielfalt. Die Nordwest-Südostausdehnung beträgt 470 km, die schmalste Stelle zwischen den beiden Ozeanen weist nur gerade 120 km auf. Das Land gliedert sich zu jeweils etwa einem Drittel in Gebirge mit steilen Hängen und schmalen Graten, zerschnittenes Hügelland und Tiefebenen. Wie ein Rückgrat durchzieht die von Nordwest nach Südost verlaufende Gebirgskette mit vulkanischen Gesteinen und Kratern im Norden und einem Sedimentkomplex aus vulkanischen Felsen im Süden das Land. Das Gebirge erreicht Höhen von bis zu 3800 Meter. Solche Höhenunterschiede beeinflussen nicht nur das Klima, sondern auch die Flora und Fauna der einzelnen Regionen. Im Hochland, auf Höhen zwischen 1000 und 1500 m ü.M. befinden sich die drei grössten Städte Costa Ricas, darunter die Hauptstadt San José. Über die Hälfte der Bevölkerung lebt in dieser Region, die über sehr fruchtbaren vulkanischen Boden verfügt. An jeder Seite der vulkanischen Gebirgskette liegen Küstengebiete, die sich im Charakter stark unterscheiden. Die karibische Küstenlinie ist 212 km lang und weist auf Grund des ganzjährig vorkommenden Regens eine üppige Vegetation mit Mangroven und Regenwäldern sowie schönen Sandbuchten auf. Die Küste im Nordwesten grenzt an einen tropischen Trockenwald, wo während Monaten kein Tropfen Wasser fällt. Doch auch hier sind Regenwälder und Mangroven zu finden.
Hauptstadt
San José
Sprache
Die Landessprache ist Spanisch, in den Hotels spricht man meist auch Englisch.
Währung
Die Währung Costa Ricas ist der Colon (CRC). Wir empfehlen Ihnen, USD in bar oder in Reisechecks mitzunehmen, die Sie in allen Hotels, Banken oder am Flughafen in die einheimische Währung wechseln können. Kreditkarten werden in grösseren Hotels sowie in den meisten Restaurants und Geschäften akzeptiert.
Währungsrechner
Religion
Mehrheitlich Katholiken
Zeitverschiebung
In der Sommerzeit beträgt die Differenz zwischen der Schweiz und Costa Rica 8 Stunden und in der Winterzeit -7 Stunden.
Wirtschaft
Bis Mitte des 19. Jahrhunderts war Costa Rica, das kaum über nennenswerte Bodenschätze verfügt, ein armes Land, das vor allem von seiner Agrikultur lebte. Mit der Einführung von Kaffee- und Bananenplantagen begann der wirtschaftliche Aufschwung des Landes. Heute dominieren Monokulturen wie Bananen, Kaffee, Zuckerrohr, Kakao und Ölpalmen, mit denen die höchsten Exporterlöse erzielt werden. In den letzten Jahren nahm aber auch die Ausfuhr von tropischen Blumen und Pflanzen einen wichtigen Platz im Export ein. Auch Holzwirtschaft ist ein wichtiger ökonomischer Faktor. Costa Rica verkauft Edelhölzer in alle Welt und koppelt den Einschlag mit umfangreicher Wiederaufforstung.
Politische Situation
Costa Rica wurde 1502 von Kolumbus, der dem Land, in der Annahme Gold zu finden, den Namen «Reiche Küste» gab, entdeckt. 1821 erlangte das Land die Unabhängigkeit von Spanien, und seit 1949 ist Costa Rica eine Präsidialrepublik, die ohne Militär auskommt. 1987 erhielt Costa Rica mit dem Friedensnobelpreis die höchste Auszeichnung für seine Bemühungen um Frieden in Zentralamerika. Dank seiner politischen Ruhe und Stabilität wird Costa Rica die Schweiz Mittelamerikas genannt.
Einreisebestimmungen
Für die Einreise nach Costa Rica (Aufenthalt bis zu drei Monaten) benötigen Staatsangehörige aus der Schweiz, aus Österreich und aus Deutschland einen Reisepass, der noch mindestens 6 Monate über das Rückreisedatum hinaus gültig ist. Andere Staatsangehörige erkundigen sich bitte beim zuständigen Konsulat.
Impfungen
Für die Einreise nach Costa Rica sind keine Impfungen vorgeschrieben. Malariaprophylaxe für Ausflüge in die Atlantikregion ist zu empfehlen. Beachten Sie, dass bei der Einreise aus anderen lateinamerikanischen Ländern eine Gelbfieberimpfung obligatorisch sein kann. Bitte erkundigen Sie sich vor Abreise beim Arzt, Tropen- oder Impfzentrum nach dem aktuellen Stand.
Stromspannung
110 V (Adapter ist erforderlich).
Kleider / Gepäck
Für die Rundreisen ist festes Schuhwerk und ein Regenschutz (Windjacke) empfehlenswert. Je nach Gegend und Höhenlage kann es teilweise kühl und windig sein. Auf vielen innercostaricanischen Flügen und Boottransfers ist das Freigepäck auf max. 12 kg pro Person beschränkt. Es empfiehlt sich, eine Tasche oder einen Rucksack speziell für die Rundreise mitzunehmen. Das Hauptgepäck kann im Hotel in San José unter Verschluss aufbewahrt werden.
Flughafentaxen
Die internationale Abflugstaxe beträgt ca. USD 26 und muss direkt am Flughafen bezahlt werden. Zusätzlich werden für Inlandflüge Flughafentaxen erhoben, die vor Ort bar bezahlt werden müssen.
Küche
Die Nationalspeisen sind Reis und Bohnen in allen Variationen. Sehr empfehlenswert sind Fischgerichte, insbesondere in den Fischerdörfchen liegt man damit immer richtig. Sehr bekannt ist der Tico-Kaffee, der speziell in der Gegend von San José wächst.
Beste Reisezeit
Die beste Reisezeit auf der Pazifikseite ist die Trockenzeit von Dezember bis Mai. In den restlichen Monaten ist es am Morgen meistens sonnig, am Nachmittag gibt es gewitterartige Niederschläge. Auf der Atlantikseite und den Regen- / Nebelwäldern gibt es das ganze Jahr Niederschläge, die trockensten Monate sind Februar bis April und September. In der Gegend um San José herrschen ganzjährig frühlingshafte Temperaturen.
Geheimtipp
Besuchen Sie eine der Lodges im Corcovado-Nationalpark, Sie werden begeistert sein von der faszinierenden Tier- und Pflanzenwelt.
Klima
Das costaricanische Klima ist tropisch bis subtropisch und stark geprägt von der jeweiligen Höhenlage sowie der Funktion der Berge als Kontinentalscheide, die das Land in eine immerfeuchte Atlantikregion und eine wechselfeuchte Pazifikregion teilt.
| Klimatabelle | Jan. | Feb. | Mär. | Apr. | Mai | Jun. | Jul. | Aug. | Sept. | Okt. | Nov. | Dez. |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Tagestemperaturen in °C | 19 | 20 | 21 | 23 | 24 | 23 | 22 | 22 | 22 | 20 | 20 | 20 |
| Niederschlagstage | 1 | 1 | 1 | 4 | 16 | 17 | 16 | 17 | 20 | 20 | 10 | 4 |
Top 6 Sehenswürdigkeiten
Monteverde-Reservat
Das Monteverde-Naturreservat liegt auf der Kontinentalscheide Costa Ricas und besticht durch seine enorme Artenvielfalt und einzigartige Vegetation. 400 Vogel-, 490 Schmetterlings- und 100 verschiedene Säugetierarten konnten identifiziert werden und die Vegetation wird bestimmt durch hohe Baumfarne und moos- und epiphytenbewachsene Bäume. Die Ortschaft Santa Elena, gegründet gegen Ende des 2. Weltkrieges von einer Gruppe pazifistischer Quäker aus den USA, hat bis heute eine spezielle Atmosphäre bewahren können. Einen guten Einblick in die Artenvielfalt des Dschungeldachs bieten die Hängebrücken und Canopy-Touren.
Nationalpark Corcovado
Der Nationalpark Corcovado, dieses ökologische Paradies, umfasst eine Fläche von 55'000 ha und liegt im südlichen Teil von Costa Rica. Die Artenvielfalt ist überwältigend und an keinem anderen Ort auf der Welt in dieser Intensität anzutreffen. Hier lauscht man den fremden Geräuschen des Dschungels, beobachtet die herumturnenden Affen, blickt den vorbeifliegenden Tukanen oder Roten Aras nach und ist erstaunt über die unzähligen Baum-, Orchideen- und Insektenarten, die dieses Gebiet zu bieten hat. Nasenbären, Tolomucos, Wildschweine, Tapire aber auch Raubkatzen sind zahlreich vertreten.
Meeresschildkröten in der Provinz Guanacaste
Verschiedene Strände der Provinz Guanacaste dienen den Meeresschildkröten zur Eiablage. In der Nähe von Tamarindo, angrenzend an den Nationalpark Marina las Baulas, kann zwischen August bis November die Eiablage beobachtet werden. Ein Naturspektakel bietet aber auch der Ostional-Strand, der wichtigste Eiablegeplatz der Olive-Ridley-Schildkröte in Lateinamerika, wo dieses Naturschauspiel auf geführten Nachttouren von Juli bis Dezember beobachtet werden kann.
Vulkan Poás
Der 2'708 m hohe Vulkan Poás ist eine der Attraktionen in Costa Rica. Mit seinem Durchmesser von ca. 1,5 km und seiner Tiefe von ca. 300 m ist er der zweitgrösste Vulkankrater der Welt. In seiner Mitte liegt der hellblau bis grün gefärbte, giftige Kratersee, aus dem Schwefeldämpfe aufsteigen und wo es spritzt und brodelt wie in einem Hexenkessel. Neben dem Hauptkrater liegt die blaue Lagune Botos, ein längst erloschener Vulkankrater.
Nationalpark Tortuguero
Der knapp 19'000 ha grosse Nationalpark Tortuguero kann nur auf dem Wasser- oder Luftweg erreicht werden. Mit seinen unzähligen Lagunen und Kanälen gehört er zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten des Landes. In den schmalen Kanälen zeigt sich die tropische Natur von ihrer schönsten Seite. Die jährlich hohen Niederschläge und eine Durchschnittstemperatur von 26 Grad lassen Palmen, Stelzwurzelbäume und Farne gedeihen und bieten Heimat für unzählige Papageien, Affen, Kaimane, Spitzkrokodile etc. An der 35 km langen Küste kommen verschiedene Schildkröten an Land, um ihre Eier abzulegen. Dazu gehören die grünen Meeresschildkröten oder die Lederschildkröten, die grössten ihrer Art, die bis zu 2 m lang werden und 700 kg wiegen können.
Natürliche Wellness-Oase im Rincón-de-la-Vieja-Nationalpark
Die Natur hat im Rincón-de-la-Vieja-Nationalpark ein natürliches Spa unter freiem Himmel geschaffen. Dazu gehören blubbernde Schlammlöcher mit mineralhaltigem Vulkanschlamm, zischende Steinfelder, schwefelhaltige Thermalquellen, romantische Wasserfälle, erfrischende Bäche und ein immer noch aktiver Vulkan. Ein idealer Platz um ein paar Tage in einer herrlichen, traumhaften Natur zu relaxen.
Costa Ricas Küsten
Costa Rica «die reiche Küste» - so nannte bereits Christoph Kolumbus das kleine Land, das zwischen zwei Ozeanen liegt, dem Pazifik und dem Atlantik.
Die Karibikküste reicht von der nicaraguanischen Grenze im Norden bis zur panamesischen Grenze im Süden. Die einzige und wichtigste Stadt ist Limón, bekannt für ihren grossen Exporthafen, wo speziell Bananen und Kaffee verschifft werden. Daneben wird Limón von einer bunten Bevölkerung aus Schwarzen, Costaricanern spanischer Abstammung und Chinesen bevölkert, deren Vorfahren im 19. Jahrhundert im Eisenbahnbau beschäftigt waren.
Ein Drittel der Karibikküste steht unter Naturschutz, dazu gehören im Norden u.a. der bekannte Tortuguero-Nationalpark sowie das touristisch weniger erschlossene Wildschutzgebiet Barra del Colorado. Das ganze Gebiet ist geprägt von ausgedehnten Kanalsystemen, weiten Mangrovenwäldern und küstennahen Tieflandregenwäldern, wo sich dank dem feucht-tropischen Klima eine riesige Anzahl an Tieren und Vögeln tummelt. Grosse, farbenfrohe Schmetterlinge flattern von Blume zu Blume, Schildkröten wärmen sich an der Sonne und Affen turnen in den hohen Bäumen und huschen durch das dichte Blätterdach. Etwas südlicher liegen der Nationalpark Cahuita und das Wildschutzgebiet des Vida Silvestre Gandoca-Manzanillo. Auch hier zeigt sich die üppige Natur von der besten Seite mit tropischem Regenwald, Sandstränden, einem grossen Korallenriff sowie Affen, Vögeln und verschiedensten Amphibienarten.
Die Pazifikküste erstreckt sich über viele Kilometer und mehr als die Hälfte des Küstenstreifens ist bekannt für seine Badeorte. Da liegt u.a. die Halbinsel Nicoya, in der Provinz Guanacaste, eine sonnenverwöhnte Landschaft, wo von Dezember bis April in der Regel kein Tropfen Regen fällt. Hier findet man kleine ruhige Buchten und naturbelassene, kilometerlange Strände mit traumhafter Brandung. Das quirlige Tamarindo wechselt sich ab mit dem gemütlichen Montezuma und der ruhigen, fast unberührten Playa Pan de Azúcar.
Etwas weiter südlich liegt das Gebiet von Jacó, der Hotspot für Surfer in Costa Rica, und eine Stunde davon entfernt der Manuel-Antonio-Nationalpark mit seinen feinsandigen, hellen und palmenbewachsenen Stränden. Kleine gut markierte Wanderwege schlängeln sich durch den Regenwald und Leguane, Brüllaffen, Totenkopfäffchen etc. geben hier ihr Stelldichein.
Die Halbinsel Osa ist unbestritten die ursprünglichste und unberührteste Gegend von Costa Rica. Das Highlight dieses ökologischen Paradieses ist der Nationalpark Corcovado. Zusammen mit den anderen umliegenden Naturreservaten liegt hier ein biologischer Korridor, der an keinem anderen Ort auf der Welt in dieser Intensität anzutreffen ist. Etwa 25 verschiedene Wal- und Delphinarten kommen in die Drake Bay, daneben sieht man hier auch alle vier in Costa Rica heimischen Affenarten, zahlreiche Rote Aras, verschiedene Tukanarten, Pecaris, Tapire etc. In dieser Gegend liegen auch, versteckt und abgeschieden, die einzigartigen Lodges. Ein einmaliges Erlebnis sind die Geräusche der nachtaktiven Tiere, wenn sie um die Wette zirpen, piepsen, quaken und brüllen, in der geheimnisumwitterten Dunkelheit des riesigen Nationalparks.

