Was bei uns die Gotthard-Bahnstrecke mit den Kehrtunnels und dem Kirchlein von Wassen, ist in Ecuador die Zugsverbindung - wohlgemerkt durch alle Klimazonen des Landes - von Riobamba über die Anden nach Sibambe.
Das beeindruckendste Teilstück der Strecke ist die «Teufelsnase», La Nariz del Diablo. Sie ist ein etwa 100 Meter hoher Felsvorsprung über der Schlucht des Rio Chanchán. Anstatt ihn zu umfahren, wurden beim Bau anfangs des 20. Jahrhunderts die Geleise in der Steilwand fast senkrecht übereinander gelegt und durch Spitzkehren miteinander verbunden. So schafft der Zug auf einer Strecke von 2 km einen Höhenunterschied von 500 m.
Reiseinformationen Ecuador
Geografie
Ecuador liegt im Nordwesten des südamerikanischen Subkontinents. Es grenzt im Norden an Kolumbien, im Süden und Osten an Peru und im Westen bildet der Pazifische Ozean die natürliche Grenze. Das Land liegt beidseitig des Äquators etwa zwischen dem 2. Grad nördlicher und dem 5. Grad südlicher Breite. Zu Ecuador gehört die Inselgruppe der Galápagos, die rund 1000 km vor der Festlandküste auf einer untermeerischen Plattform aus dem Pazifischen Ozean ragt. Ecuador umfasst ca. 260 000 km2. Beinahe zwei Drittel der Landesfläche Ecuadors sind von tropischen Regenwäldern bedeckt. Die immergrünen tropischen Regenwälder bilden einen schmalen Vegetationsgürtel rund um den Äquator. Nirgends auf der Erde ist das Pflanzenleben so artenreich wie im Regenwald der inneren Tropen. In Ecuador sind über 20 000 Pflanzenarten bekannt. Einzigartig auf der Welt ist die tropische Hochlandzone des Páramo, die eine feuchtkalte Graslandzone darstellt, auf Höhen zwischen 3500 und 4500 m. Vorübergehende Wolken können in diesen Höhen zu Temperatureinstürzen von 15 °C innerhalb von bloss 5 Minuten führen.
Hauptstadt
Quito
Bevölkerung
Ecuador hat knapp 14 Millionen Einwohner und gehört damit zu den mittleren Staaten Südamerikas. Etwa 40% der Bevölkerung ist unter 15 Jahre und nur 5% über 65. Das Durchschnittsalter liegt bei 23 Jahren in Südamerika sind nur die Bolivianer und die Paraguayer jünger. Die arbeitende Bevölkerung beträgt gut vier Millionen Menschen. Die durchschnittliche Bevölkerungsdichte beträgt 50 Einwohner pro km², damit hat Ecuador die höchste Bevölkerungsdichte Südamerikas.
Landessprache
Spanisch
Wirtschaft
Die Rohstoffreserven Ecuadors sind Erdöl, Bananen, Kaffee, Kakao, Zuckerrohr und Garnelen. Bananenplantagen verteilen sich in Ecuador entlang der Küste und vereinzelt in den angrenzenden Tälern. Ein grosses Problem ist die hohe Abhängigkeit von den Rohstoffen. Mit grosser Sorge sehen Wirtschaftspolitiker die Rohstoffe in ca. 1015 Jahren zu Ende gehen. 1993 hat die Privatisierung in Ecuador Einzug gehalten. Mit der Dollarisation im Januar 2000 sollte der staatliche Haushalt wieder unter Kontrolle gebracht werden. Wichtigster Handelspartner Ecuadors sind nach wie vor die USA, die Länder Lateinamerikas sowie die EU.
Politische Situation
Ecuador ist ein unabhängiger, demokratischer Staat mit einem präsidialen Regierungssystem. Der Staatspräsident ist Staatsoberhaupt und Regierungschef. Als Verwaltungseinheit setzt sich Ecuador aus 24 Provinzen und den vom Verteidigungsministerium verwalteten Galápagos-Inseln zusammen.
Währung
USD
Religion
Mehrheitlich Katholiken
Zeitverschiebung
Winterzeit: -6 Stunden, Sommerzeit: -7 Stunden (Galápagos: 1 Stunde mehr Zeitverschiebung)
Küche
Ecuadors Küche ist eine Symbiose aus europäischer, südamerikanischer und indianischer Kochkunst. An der Küste werden vor allem Fisch und Meeresfrüchte geges-
sen, im Hochland Mais und Kartoffeln. Auf fast jedem Tisch steht «Aji», eine sehr scharfe Chili-Gewürzsauce.
Natur
Ecuador, das Land am Äquator, bietet auf kleinstem Raum eine unglaubliche Vielfalt und unvergessliche Kontraste. Im Hochland durchquert die «Strasse der Vulkane» Täler und Ebenen der Anden, die mit imposanten, schneebe-
deckten Vulkanen eingerahmt sind. Unterhalb der Schnee-
grenze sind die Vulkanflanken schachbrettartig von grünen Parzellen und Maisfeldern überzogen, immer wieder unter-
brochen von den Gewächshäusern der Blumenproduzen-
ten. Das grösste Gebiet mit seinen 140 000 km² ist jedoch das Amazonasgebiet, Heimat von über 600 Fischarten, Tapiren, Königsschlangen, Schildkröten, Alligatoren, Affen und unendlich vielen Vögeln. 1835 entdeckte Charles Darwin das Paradies auf Erden, die Galápagos-Inseln. Neben bizarren Landschaften gehören die Galápagos-Schildkröte, der Blaufusstölpel, der Fregattvogel, viele verschiedene Leguane, der Seelöwe und endemische Tierarten zu den Attraktionen dieses mysteriösen und faszinierenden Archipels. Hier findet man einen Naturraum mit ganz besonderen Umweltbedingungen,die einzigartige Tier- und Pflanzenarten hervorbrachten.
Märkte
Die quirligen Märkte in den Anden widerspiegeln die Farbenfreudigkeit der Bevölkerung und geben althergebrachte Lebensgewohnheiten wider. Von Gemüse über Obst und Vieh bis zu typischem Kunsthandwerk wird das kunterbunte Durcheinander präsentiert. Besonders bekannt ist der farbenprächtige Markt von Otavalo.
Ecuador erleben
Vier Welten
Amazonas Anden Galápagos Küste, vier Welten, die so verschieden sind, dass sie auch als vier Länder betrachtet werden können. Dazu gehören das Amazonasgebiet mit seinem Regen- und Nebelwald und tausenden von Orchideenarten, das imposante Andengebiet mit schneebedeckten Bergen und beeindruckenden Vulkanen, das Naturparadies Galápagos mit seinen verzauberten Inseln und das interessante Küstengebiet. Die Einzigartigkeit Ecuadors hat schon viele berühmte Forscher und Reisende beeindruckt, zu den bekanntesten gehören Alexander von Humboldt mit seiner spannenden Reiseliteratur und Charles Darwin, der auf den Galapagos den Ursprung der Arten erforschte und seine Evolutionstheorie entwickelte.
Ein Paradies auf Erden: Die Galápagos-Inseln
1835 entdeckte der englische Naturforscher Charles Darwin dieses Paradies auf Erden. Tausend Kilometer vor der ecuadorianischen Küste befindet sich dieses mysteriöse und faszinierende Archipel. Er besteht aus 13 grossen und sechs kleineren Inseln sowie über 40 Eilande. Eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt erwartet den Besucher. Neben bizarren Landschaften gehören die Galápagos-Schildkröte, der Blaufusstölpel, der Fregattvogel, viele verschiedene Leguane, der Seelöwe und weitere endemische Tierarten zu den Attraktionen der Inseln. Auf den Galápagos-Inseln findet man einen Naturraum mit ganz besonderen Umweltbedingungen, die einzigartige Tier- und Pflanzenarten hervorbrachten, die zum grössten Teil nur auf diesen Inseln vorkommen.
Im Hochland
Die «Strasse der Vulkane» nannte Alexander von Humboldt das Stück der Panamericana, das vom Norden (Tulcán) bis Süden (Cuenca) reicht. Die Strasse durchquert Täler und Ebenen der Anden, die von der West- und Ostkordillere mit ihren imposanten schneebedeckten Vulkanen eingerahmt sind. Unterhalb der Schneegrenze sind die Vulkanflanken schachbrettartig von leuchtend grünen Parzellen und farbig schimmernden Maisfeldern überzogen, immer wieder unterbrochen von den glänzenden Gewächshäusern der Blumenproduzenten.
Der Oriente (Amazonasgebiet)
Der ecuadorianische Amazonasgebiet bedeckt ca. 45 % des Landes und ist eine ökologische Schatzkammer mit zahlreichen Flüssen und einem wahren Paradies an Fauna und Flora. Es wird geschätzt, dass über 7'000 medizinische Komponenten und Inhaltsstoffe von Pflanzen aus der Amazonasregion bezogen werden. Ecuador beherbergt weltweit die grösste Tier- und Pflanzenartenanzahl pro Quadratkilometer. Das Amazonasgebiet ist die Heimat von über 600 Fischarten, Tapiren, Anakondas, Königsschlangen, Schildkröten, Alligatoren, Jaguaren, Hirschen, Gürteltieren, Bären, Affen, Riesennagetieren sowie unendlich vielen Vögeln. Das Gebiet umfasst über 140'000 km² und stellt die grösste Region Ecuadors dar. Der Oriente hat in den letzten 30 Jahren eine rasante Entwicklung durchgemacht und das ecuadorianische Amazonasgebiet gilt heute als eines der am einfachsten zu bereisenden Amazonasgebiete von Südamerika.
Die Küste
Die Küste Ecuadors und ihr fruchtbares Hinterland sind das wichtigste Anbauland und Siedlungsgebiet des Andenstaates. Diese Gegend hat drei Oekosysteme, im Norden tropischer Regenwald, im Zentrum und südwestlich davon tropische Savanna und Trockenwald auf dem südlichen Streifen.
Klima & Reisezeit
Ecuador liegt am Äquator im Bereich der inneren Tropen mit nur geringen Temperaturschwankungen im Jahresverlauf, jedoch grossen im Tagesverlauf. Temperatur, Niederschlag, Luftfeuchtigkeit und Windverhältnisse sind die bestimmenden klimatischen Faktoren.
Prinzipiell kann Ecuador das ganze Jahr über bereist werden. Auf Galápagos herrscht von Jan. bis April Regenzeit mit mildem Wetter und dank dem Panamastrom mit wärmerem Wasser. Beliebt sind auch AprilJuni. In der Trockenzeit (Juli - Dez.) ist es kühler und der Himmel ist meist mit Wolken bedeckt. Im Küstengebiet ist es von Juli bis Dezember am angenehmsten zu reisen. Im Hochland ist es das ganze Jahr über frühlingshaft, im Amazonastiefland herrscht dagegen immer eine feuchte Hitze.
| Klimatabelle | Jan. | Feb. | März | April | Mai | Juni | Juli | Aug. | Sept. | Okt. | Nov. | Dez. |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Quito | T | 22 | 21 | 21 | 21 | 21 | 21 | 22 | 23 | 23 | 22 | 22 |
| N | 8 | 10 | 10 | 14 | 10 | 9 | 3 | 3 | 8 | 12 | 12 | |
| Galápagos-Inseln | T | 27 | 26 | 26 | 26 | 26 | 25 | 24 | 23 | 22 | 23 | 23 |
| N | 7 | 5 | 3 | 6 | 3 | 0 | 0 | 0 | 2 | 2 | 1 |
T = Tagestemperatur in °C ; N = Niederschlagstage
