Rund 1'000 km von der ecuadorianischen Küste entfernt liegt eine Gruppe regenarmer Vulkaninseln, die 14 grössere sowie unzählige kleinere Inseln umfasst.
Mit ihren 70'000 km² sind die Galápagos-Inseln das zweitgrösste marine Schutzgebiet der Welt. Bei warmem Äquatorklima weht hier fast das ganze Jahr über eine frische Brise vom Meer. Die Seelöwen, Leguane und anderen Tierarten kennen keine natürlichen Feinde und zeigen Menschen gegenüber keinerlei Scheu. Der Schlüssel zur Frage «warum» liegt bei der geografischen Isolation der Inseln. Der Archipel wurde zuerst von Piraten, Walfischfängern und Seelöwenjägern erkundet und schliesslich bei wissenschaftlichen Expeditionen erforscht. Ein Besuch dieses uralten Tierreichs wird auch Sie begeistern!
Impressionen Galápagos-Inseln
Das Tierreich Galápagos
Neben der unglaublichen Artenvielfalt sind auf Galápagos auch beeindruckende geologische Formationen, alte und neue Lavaströme und Strände mit rotem, schwarzem oder weissem Sand zu finden.
Hier verlernten die Kormorane das Fliegen und ihre Flügel haben sich zurückgebildet. Die Echsen haben schwimmen und tauchen gelernt, die Schildkröten sind Riesen, die Haie zahm geworden. Heute bestaunen wir hier Galápagos-Schildkröten, Blaufusstölpel, Fregattvögel, verschiedenste Leguane, Seelöwen, Lavaeidechsen, grosse Flamingokolonien, jagende Fischreiher und viele Tiere mehr.
Galápagos-Schildkröten
Sie sind das Aushängeschild der Galápagos. Heute leben noch elf Unterarten auf Galápagos, und nirgendwo auf der Welt gibt es grössere Schildkröten. Zu Beginn der Trockenzeit legen die Weibchen 10 bis 20 Eier in ein 20 bis 40 cm tiefes Loch, in dem dann nach ca. 6 Monaten, am Anfang der Regenzeit, die Schildkrötenbabies schlüpfen. Mit etwas Glück erreichen sie ein Alter von 200 Jahren.
Galápagos-Seelöwen
Allgegenwärtig sind die Galápagos-Seelöwen, die normalerweise in grossen Kolonien leben. Sie beeindrucken durch ihre Verspieltheit und der Wendigkeit an Land wie auch im Wasser. Die weiblichen Tiere und Jungtiere sind so zutraulich, dass sie sogar im Wasser mit den Menschen spielen.
Galápagos-Pelzrobben
Ebenfalls gibt es ca. 50'000 Galápagos-Pelzrobben, artverwandt mit den Seelöwen, mit einem rundlichen Kopf, grossen Augen und Stubsnase. Sie halten sich vorwiegend in Puerto Ergas auf der Insel Santiago auf.
Krabben
Neben den Geisterkrabben und den Einsiedlerkrabben fallen im speziellen die Roten Klippenkrabben auf, mit ihrem roten Rücken und ihren schwarzen Stielaugen.
Vogelarten
Auf den Galápagos sind eine Unmenge verschiedener Vögel beheimatet. Der Liebling aller Besucher ist sicher der Blaufusstölpel mit seinen blauen Füssen, seinem Watschelgang, seiner Unbeholfenheit an Land und seiner Zutraulichkeit. Ein beliebtes Fotosujet sind aber auch die schwarzen Fregattvögel mit ihrem leuchtend roten Kehlsack, der in der Brutzeit aufgeblasen wird.
Die Galápagos-Albatrosse, der grösste Vogel des Archipels, ist berühmt für seine unbeholfenen Landemanöver, bei denen er oft das Gleichgewicht verliert und nach vorne kippt. Der leuchtendgelbe Goldwandsänger, der Fliegentyrann, die Spottdrossel mit ihrem eigentümlichen Lachen, die Galápagos-Tauben mit dem blauen Augenring und die Finken, die Werkzeuge bauen, sind weitere der speziellen Exemplare. Der weltweit einzige Kormoran, der das Fliegen verlernt hat, ist auf den Galápagos beheimatet, das Ergebnis einer extremen Anpassung an die Gewässer, wo immer reichlich Futter zu finden ist.
Leguane und Galápagos-Meerechsen
Zu den furchteinflössenden und wohl aussergewöhnlichsten Tieren auf Galápagos gehören die Galápagos-Meerechsen und Leguane mit ihrem Rückenkamm und stacheligen Nacken. Beim Anblick einer Ansammlung dieser Landleguane auf einem kargen Felsen fühlt man sich zurückversetzt zum Beginn der Evolution. Die Landleguan-Männchen leuchten in intensivem Grün, die Farbe des Weibchens ist braun/grau.
Insel-ABC
Insel Bartolomé 1,2 km²
Bekannt für die Lavaformationen, die Aussicht auf die Sullivan Bay und die Felsnadel. Hier trifft man auf Galápagos-Pinguine und von Januar bis März auf Seeschildkröten, die am Strand ihre Eier ablegen.
Insel Española, Hood 60 km²
Lohnenswert sind Punta Suárez und die Gardner Bay, ein wunderschöner weisser Sandstrand mit einer Seelöwenkolonie. Schnorchel und Schwimmgelegenheit. Auf der Insel leben unter anderem Lavasalamander, Masken- und Blaufusstölpel, Meeresleguane, Galápagos-Tauben, Tropicvögel sowie Albatrosse.
Insel Fernandina 643 km²
In Punta Espinoza, einer engen Landzunge aus Sand und Lavagestein, finden sich grosse Kolonien von Meeresleguanen. Auch flugunfähige Kormorane, Galápagos-Pinguine, Seelöwen und Schildkröten sind hier zu Hause.
Insel Floreana 173 km²
Sie ist die kleinste der bewohnten Inseln, wo im 18. Jh. die ungewöhnliche Poststation «Post Office Bay» gegründet wurde. Hier sind Flamingos, braune Pelikane und viele tropische Vögel anzutreffen.
Insel Isabela 4'588 km²
Die grösste Galápagos Insel besteht aus einer Kette von fünf aktiven jungen Vulkanen. Der Vulkan Wolff ist mit seinen 1'707 m ü.M. der höchste Punkt von Galápagos. Die Gegend um Urbina Bay wurde erst 1954 aus dem Meeresboden erhoben. Hier findet man Blaufusstölpel, Pinguine, flugunfähige Kormorane, Muscheln und Rochen. Entlang der Klippen kann man Galápagos-Pinguine und flugunfähige Kormorane sehen. Elisabeth Bay ist der Ort um das marine Leben zu beobachten: Meeresschildkröten, Rochen u.v.a.
Insel Lobos
Nur rund eine Stunde von San Cristóbal entfernt, befindet sich der winzige Felsen Isla Lobos mit den grössten Seelöwen und Blaufusstölpelkolonien.
Insel Genovesa, Tower 14 km²
Auf der Insel Genovesa sind unzählige Fregattvögel sowie viele andere Meeresvögel an der Darwin Bucht anzutreffen. Hier nisten unter anderem Rotfusstölpel und Gabelschwanzmöwen. Ausserdem trifft man hier auf den Galápagos-Fink und die Lava Möwe sowie den Nachtreiher.
Insel Rábida 5 km²
Die Insel charakterisiert sich durch viel Grün und Kakteen und beheimatet grosse Seelöwenkolonien, Flamingos und Pelikane.
Insel Santiago, James 585 km²
Auf der Insel befindet sich Puerto Egas: eine lange schwarze Lavaküste, wo sich durch Erosionen Lavabecken, Höhlen und Einbuchtungen gebildet haben, die ein reiches Tierleben beherbergen. Ausgezeichnete Schnorchelmöglichkeit an der James Bay. Die schöne Landschaft mit vielen Klippen und Gipfeln wurde früher von Piraten benützt, die hier ihre Schiffe reparierten. Heute ruhen hier unzählige Seevögel.
Insel Seymour 1,9 km²
Auf dieser kleinen Insel nisten grosse Kolonien von Fregattvögeln. Auch die Gabelschwanzmöwen und Seelöwen bewohnen das dichtbewachsene Basaltplateau.
Insel San Cristóbal 558 km²
Punta Pit, der östlichste Punkt der Inselgruppe, ist die Heimat einer endemischen Lavasalamanderart. Nördlich der Inselhauptstadt Puerto Baquerizo Moreno befindet sich der winzige Felsen Isla Lobos mit den grössten Seelöwen- und Blaufusstölpelkolonien.
Insel Santa Cruz 986 km²
Hier befindet sich die berühmte Charles Darwin Station, in der die Tierarten der Galápagos Inseln erforscht und erhalten werden. Das Hochland ist die Heimat vieler Vögel, wie z.B. des berühmten Darwinfinks. Sehenswert sind die Lavaröhren, ca. 2 km lange Tunnels, die sich bei der Erstarrung des Lavastroms gebildet haben.
