Diese im Herzen Südamerikas gelegene Region umfasst die Bundesstaaten von Goiás, Mato Grosso und Mato Grosso do Sul. Die überraschenden Kontraste Brasiliens erfahren hier im Mittelwesten noch eine Steigerung. Der Mittelwesten ist relativ dünn besiedelt, die wilden Tiere sind hier noch weit in der Überzahl.
Pantanal
Zugsreise durch das Pantanal
Den Höhepunkt einer Reise in den Westen Brasiliens bildet der Besuch des Pantanals, eines der grössten und naturbelassensten Schwemmgebiete der Welt. Da der Wald licht ist im Gegensatz zum Amazonasgebiet kann man mehr Tiere sehen. Das Gebiet erstreckt sich über eine Fläche von ca. 100 000 km², etwa die Hälfte davon steht unter Naturschutz. Deshalb ist es auch ein Paradies für Natur-, Tier- und speziell Vogelliebhaber. Zudem ist das Pantanal ein seit über 200 Jahren besiedeltes Gebiet, das von seinen Bewohnern genutzt wurde, ohne es auszubeuten. Erst der Bevölkerungsanstieg führte zu einer Umweltbelastung. Bedroht ist das ökologische Gleichgewicht durch Krokodiljäger, Viehzüchter und Goldgräber. Durch den Ausbau des Tourismus kann dieser Effekt hoffentlich gestoppt werden.
Während der Hochwasserzeit (Oktober bis April) steigen die Flüsse an, vor allem die nördlichen Gebiete des Pantanals werden jeweils bis zu 3 Meter überschwemmt. In dieser Zeit sieht man nicht ganz so viele Tiere, die Natur jedoch ist wunderschön grün und blüht. Für Tierbeobachtungen wählt man von Vorteil die Trockenzeit Mai bis September, denn dann drängen sich die Tiere an die Wasserstellen und sind gut zu sehen. In dieser Zeit ist die Natur eher karg. Im Pantanal sind seltene Tierarten wie Kaimane, Nabelschweine, Wildschweine, Wildkatzen, Papageien, Tukane, Enten, Rebhühner, Reiher und an die 5000 Fischarten beheimatet.
